Die Begutachtung

Für die Begutachtung, ob Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetz vorliegt, führt ein Mitarbeiter/in des Medizinischen Dienstes einen Hausbesuch bei Ihnen durch.
Dies gilt auch, wenn ein Antrag auf Höherstufung in einen höheren Pflegegrad gestellt wurde.

Der/Die Mitarbeiter/in sind in der Regel Ärzte oder Pflegfachkräfte und sind zur Aufgabenerfüllung entsprechend geschult.
Sie als Antragsteller sind berechtigt, bei der Begutachtung auch Ihre Pflegeperson teilnehmen zu lassen (privat oder Pflegedienst).

Ablauf (nach Erfahrungswerten v. Pflegeteam Altes Land — nachfolgendes beansprucht nicht die Vollständigkeit und Richtigkeit!)

Der/Die Gutachter/in ermittelt mit Fragen

  • aktuelle Medikation
  • Ablauf des Pflege-Alltages mit genauen Angaben zu Art und Dauer der Hilfestellungen durch Pflegepersonen
  • Angaben zur gesundheitlichen und pflegerischen Vorgeschichte
  • evtl. kleine Übungen zur Ermittlung der Beweglichkeit
  • Begutachtung bzw. Prüfung ob evtl. Hilfsmittel erforderlich sind — z. B. Pflegebett, Toilettenstuhl, Badewannenlifter, usw.
  • Begutachtung von den baulichen Begebenheit — ob z. B. eine Umbaumaßnahme zur Vereinfachung der Pflegedurchführung erforderlich ist
  • sichten von Pflegedokumentationsunterlagen (liegen vor, wenn bereits ein Pflegedienst zur Pflege eingeschaltet ist)

Alle Angaben und Informationen werden schriftlich festgehalten und im Nachhinein im Gutachten verwendet. Der Medizinische Dienst sendet das schriftliche Gutachten zurück an Ihre Pflegekasse. Die letztendliche Entscheidung, ob ein Pflegegrad vorliegt obliegt Ihrer Kasse. Für die Entscheidungsfindung sind die Einschränkungen ausschlaggebend.

Während der Begutachtung durch den MDK werden Sie gefragt, ob Sie eine Kopie des Gutachtens möchten.